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Geschichte

Buch zu Frankfurter Auschwitz-Prozess

Esther StoschStolpersteine in Frankfurt am Main erinnert an ermordete Opfer der NS-Zeit.

Anklage, Urteil und Revision - in einem neuen Buch wird der Frankfurter Auschwitz-Prozess kommentiert dargestellt und aufgearbeitet.

Eine kommentierte Ausgabe von Dokumenten des ersten Frankfurter Auschwitz-Prozesses (1963-1965) ist in Wiesbaden vorgestellt worden. Der hessische Justizminister Jörg-Uwe Hahn (FDP) und der Direktor des Frankfurter Fritz-Bauer-Instituts, Raphael Gross, präsentierten das Werk im Justizministerium.

Die gut 1.400 Seiten starke Ausgabe enthält Quellen wie die Anklageschrift, das Schwurgerichtsurteil und die Revisionsentscheidung des Bundesgerichtshofs. „Wer meint, es brauche keine Dokumentationen über die Gräueltaten des NS-Regimes mehr, liegt falsch“, sagte Hahn. Die Kommentierung biete Erläuterungen zum historischen Hintergrund und mache den Ablauf des Strafprozesses für Laien verständlich. Im ersten Auschwitz-Prozess hatte das Gericht gegen zunächst 22, später 20 Angeklagte verhandelt. 360 Zeugen, darunter 211 Überlebende des Vernichtungslagers, sagten damals aus

„Der Leser erhält neue Einblicke in den gesellschaftspolitisch und rechtshistorisch bedeutsamsten Strafprozess der deutschen Geschichte“, sagte Hahn. Die Auschwitzprozesse wurden in den 1960er und 1970er Jahren verhandelt. Die Verfahren richteten sich gegen einen Querschnitt des Personals des Vernichtungslagers. Die Prozesse wurden maßgeblich vom damaligen hessischen Generalstaatsanwalt Fritz Bauer (1903-1968) angestoßen.

Buchhinweis: Raphael Gross, Werner Renz (Hg.): Der Frankfurter Auschwitz-Prozess (1963-1965). Kommentierte Quellenedition, Campus Verlag, Frankfurt a.M./New York, 1.402 Seiten, 78 Euro.

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