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Präses

Birgit Pfeiffer ist die neue Präses der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau

Bildquelle: Peter BongardBirgit PfeifferDr. Birgit Pfeiffer gestaltet seit langem als ehrenamtliche Führungskraft das Leben in der Kirche mit

Erstmals steht eine Frau an der Spitze der EKHN-Synode: die Medizinerin Dr. Birgit Pfeiffer. In ihrer Wahlrede sagte sie, dass der Glaube an den dreieinigen Gott uns auch in schwierigen Zeiten Hoffnung gebe.

Birgit Pfeiffer (61) ist die neue Präses der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN).  Damit steht erstmals eine Frau an der Spitze des mit einem Parlament vergleichbaren Kirchengremiums. Die promovierte Medizinerin aus Mainz wurde am Donnerstagnachmittag im zweiten Wahlgang mit 59 zu 50 Stimmen gewählt. Vier Delegierte enthielten sich.  Neben ihr hatte der Richter Jan Löwer (56) aus Limburg kandidiert. Pfeiffer tritt die Nachfolge von Ulrich Oelschläger (75) aus Worms an, der nicht mehr für den Vorsitz zur Verfügung stand. Das Amt der Präses ist mit der Rolle eines Parlamentspräsidenten vergleichbar. Es gilt protokollarisch als das höchste Amt in der EKHN und wird ehrenamtlich ausgeübt. 

 

Hoffnung spürbar machen

 

In ihrer Wahlrede sagte die vielfältig in der evangelischen Kirche engagierte Pfeiffer, dass „unser Glaube an den dreieinigen Gott uns auch in schwierigen Zeiten, in Konflikten und in Veränderungsprozessen Hoffnung geben“ solle. Pfeiffer: „Diese Hoffnung sollte spürbar sein in unseren Gottesdiensten und bei unseren Begegnungen mit Menschen, sie sollte in unseren Gebäuden erlebbar sein. Das ist es nämlich, was uns von anderen Institutionen und Organisationen unterscheidet und uns über alle Generationen und Orte verbindet. Geleitet von dieser begründeten Hoffnung können wir mutig und getrost in die Zukunft aufbrechen.“ 

 

Zur Person: Birgit Pfeiffer

 

Birgit Pfeiffer (61) ist promovierte Medizinerin und arbeitet als Gleichstellungsbeauftragte an der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Aufgewachsen ist sie im Baden-Württembergischen Villingen-Schwenningen. Bis zum Frühjahr diesen Jahres stand sie für 18 Jahre als Präses an der Spitze der Mainzer Dekanatssynode. In der hessen-nassauischen Kirchensynode vertritt sie aktuell das Dekanat Mainz und war dort zuletzt Vorsitzende des Verwaltungsausschusses. Pfeiffer war zudem in der Elften Kirchensynode von 2010 bis 2016 Mitglied des Kirchensynodalvorstandes und hatte in dieser Funktion drei Jahre lang einen Sitz in der EKHN-Kirchenleitung inne. Aktuell ist Pfeiffer Vorsitzende der Mitgliederversammlung der Diakonie Hessen. Zudem engagiert sich Pfeiffer unter anderem noch als Kuratoriumsmitglied der EKHN-Stiftung. Im Jahr 2020 wurde sie wegen ihres vielfältigen ehrenamtlichen Engagements mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. 

 

Hintergrund: Zur Synode 

 

Die hessen-nassauische Kirchensynode hat aktuell 120 Sitze. Sie repräsentiert rund 1,5 Millionen Evangelische in einem Gebiet von Biedenkopf über die Rhein-Main-Region einschließlich Mainz bis nach Neckarsteinach. Geleitet wird die Kirchensynode von einem fünfköpfigen Präsidium, dem Kirchensynodalvorstand. Den Vorsitz hat die Präses. Traditionell wird das Ehrenamt in der evangelischen Kirche bewusst von keiner ordinierten Pfarrperson ausgeübt, sondern von einer Persönlichkeit aus der Breite der Gesellschaft. Eine Legislatur des mit einem kirchlichen Parlament vergleichbaren Gremium dauert sechs Jahre. Die Synode gilt nach der Kirchenordnung als das „maßgebende Organ“ der EKHN. Sie erlässt Gesetze, besetzt durch Wahl die wichtigsten Leitungsämter und beschließt den Haushalt. 

 

 

 

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