Gedenken
Gottesdienst, Vortrag und Film im Kino
14.01.2026
hjb
Artikel:
Download PDF
Drucken
Teilen
Die drei Veranstaltungen zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus ist eine Reihe der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit gemeinsam mit der Oranienstadt Dillenburg, der evangelischen und katholischen Kirchengemeinde und dem Movie Star-Kino Dillenburg.
Ökumenischer Gottesdienst im Kino 5
Den Auftakt bildet ein ökumenischer Gottesdienst im Kinosaal 5 am Sonntag, 25. Januar 2026 um 14 Uhr im Movie Star Kino Dillenburg (Bismarckstraße 2, 35683 Dillenburg). Den Gottesdienst gestalten die katholische Gemeindereferentin Marion Schröder und der evangelische Pfarrer Ralf Arnd Blecker.
Vortrag am Montag mit Alfred Holighaus
Nach diesen Auftakt laden am Montag, 26. Januar 2026 um 19.30 Uhr die Veranstalter zu einem Vortrag mit Alfred Holighaus ein. Holighaus spricht über den Film "Schindlers Liste" als Meilenstein der Filmgeschichte und der Erinnerung. Der Vortrag findet ebenfalls in den Kinosaal 5 des Movie-Star-Kinos statt.
Alfred Holighaus, gebürtig aus Dillenburg, wird über den besonderen Film „Schindlers Liste” referieren und eine Einführung und Einordnung dieses Films im Kontext „Holocaust im Film“ vornehmen.
Film "Schindlers Liste" am Dienstag
Die Veranstaltungsreihe endet mit der Filmvorführung "Schindlers Liste" am Dienstag, 27. Januar 2026 um 19.30 Uhr. Zu Beginn wird der Bürgermeister der Stadt Dillenburg ein Grußwort sprechen - und im Anschluss an den Film besteht für Interessenten die Möglichkeit, mit Alfred Holighaus über den Film zu sprechen. Der Reinerlös geht an die USC Shoa Foundation von Steven Spielberg. Der Eintritt zur Filmvorführung kostet 5 Euro. Die Karten für die Filmvorführung sind vorab im Dillenburger Kino oder auch online erhältlich.
Erinnerung hilft, wachsam zu bleiben
Warum der ökumenische Gottesdienst am Sonntag im Kino stattfindet, beantwortet Pfarrer Arnd Blecker vorab so: Der Gottesdienst im Kino verstehe sich als geistlicher Raum der Erinnerung – bevor diese historisch, kulturell oder filmisch weitergeführt wird. Die Erinnerung werde vor Gott gebracht: in Stille, Klage, Fürbitte und Selbstprüfung. „Gerade angesichts eines spürbar erstarkenden Antisemitismus in unserem Land verstehen wir diesen Gottesdienst nicht als ritualisierte Pflicht, sondern als Ausdruck kirchlicher Wachsamkeit und Verantwortung in der Gegenwart. Ich halte es deshalb für wichtig, dass dieser Gottesdienst auch öffentlich wahrgenommen wird als Zeichen kirchlicher Haltung, als Beitrag zur Erinnerungskultur, und als Einladung an Menschen, die Kirche vielleicht nicht mehr selbstverständlich erwarten".
» Mehr im Video-Trailer
Diese Seite:Download PDFTeilenDrucken