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Tag gegen Homophobie

Homosexualität und Transidentität: Hessen-Nassau bleibt am Thema dran

EKHN/RahnInstallation "Ein Tisch" zum Ökumenischen Kirchentag 2021 wird in Regenbogenfarben angestrichen.Installation "Ein Tisch" zum Ökumenischen Kirchentag 2021 wird in Regenbogenfarben angestrichen.

Am 17. Mai ist der traditionelle Internationale Tag gegen Homophobie, Transphobie und Biphobie (IDAHOBIT). Die hessen-nassauische Kirche setzte sich bereits seit Jahren für die Rechte homosexueller und transidenter Menschen ein.

Aktionen zum „Internationalen Tag gegen Homophobie, Transphobie und Biphobie” (IDAHOBIT) machen darauf aufmerksam, dass noch immer homosexuelle sowie trans- und bisexuelle Menschen diskriminiert werden. Viele Projekte, wie die Berliner Initiative „MANEO” weisen auch im Jahr 2021 darauf hin, dass gerade unter Jugendlichen derbe Schimpfwörter über Schwule und transidente Menschen eine „unliebsame Karriere” machen.

Auch aus christlicher Sicht ist Gleichberechtigung geboten

Gleichzeitig gibt es auch deutliche Zeichen für mehr Respekt und Toleranz, vier Jahre nachdem der Bundestag die „Ehe für alle“ beschloss. Homosexuelle Menschen können seitdem in Deutschland standesamtlich heiraten. Der Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) begrüßte damals die Entscheidung des Parlaments: „Es ist eine konsequente Weiterentwicklung der Neubewertung gleichgeschlechtlicher Lebenspartnerschaften, die sich in den vergangenen beiden Jahrzehnten mit guten Argumenten mehr und mehr durchgesetzt hat und für die es auch aus christlicher Sicht gute Gründe gibt“.

Kirchliche Trauung für Homosexuelle längst möglich

Seit zwei Jahrzehnten sind Segnungen von gleichgeschlechtlichen Paaren in Hessen-Nassau möglich. Die Synode hatte 2018 die Debatte über die Einführung des Begriffes „Trauung” auch für gleichgeschlechtliche Eheschließungen eröffnet. Inzwischen gibt es sie. Segnung ist out, die Trauung für alle auch in Hessen-Nasssau eingeführt. 

Transidente Menschen neu im kirchlichen Blick

Erstmals hat sich mit der EKHN auch eine evangelische Kirche umfangreiche mit Fragen zur Transidentität auseinandergesetzt. Um für das Thema sensibel zu machen und für die Belange transsexueller Menschen in und außerhalb der Kirche einzutreten, hat die EKHN 2018 eine außergewöhnliche Handreichung zur Transsexualität vorgestellt. Die Broschüre mit dem Titel „Zum Bilde Gottes geschaffen. Transsexualität in der Kirche“ will aus bewusst christlicher Perspektive heraus einen Beitrag dazu leisten, dass Menschen in ihrer Vielfalt wahrgenommen und Diskriminierungen aufgrund von Geschlecht und sexueller Orientierung beendet werden. Die hessen-nassauische Kirche bietet auch Segensfeiern zur Transition (Hier die Arbeitshilfe zum Download) an.

Queer

Im März dieses Jahres hat der Fachbereich Kinder und Jugend des Zentrums Bildung der EKHN eine Broschüre herausgegeben, die das Thema „Queer“ für Hauptberufliche, Hauptamtliche und Ehrenamtliche in der Evangelischen Arbeit mit, von und für Kinder(n) und Jugendliche(n) umfassend beleuchtet. Die darin vorgestellten Methoden können jedoch auch in anderen Kontexten und auch in der nicht konfessionellen Arbeit angewandt werden. Ein Glossar am Ende der Arbeitshilfe erläutert viele Begriffe aus dem Sprachgebrauch queerer Menschen. Infos und Download der Broschüre

Teilnahme am CSD und mehr 

Seit 2016 weht zudem in vielen Einrichtungen der EKHN zum CSD regelmäßig die Regenbogenflagge. Die evangelische Kirche will damit beim Christopher Street Day ein buntes Zeichen der Solidarität für die Rechte von Schwulen, Lesben und Transsexuellen setzen. Zuletzt gestaltete im Mai 2021 zum Abschluss des Ökumenischen Kirchentags in Frankfurt die regionale LGBT-Community die Kirchen-Installation "Ein Tisch" an der Hauptwache um. Aus der 28 Meter langen urspünglich blaufarbenen Tafel entstand ein in allen Regenbogenfarben schimmernder Tisch. Ein weiteres buntes Solidaritäts-Zeichen.  

Mehr Nachrichten auf den EKHN-Seiten zum Thema Homosexualität und Transidentität

 

 

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