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Religionsunterricht

Islam-Unterricht in Hessen wird ausgeweitet

zouzou1/istockphotoIslamischer ReligionsunterrichtIskamischer Religionsunterricht

Der islamische Religionsunterricht an hessischen Grundschulen wird ausgeweitet. Im neuen Schuljahr wird das Fach an 38 Schulen unterrichtet.

Der lange umstrittene islamische Religionsunterricht an hessischen Grundschulen wird ausgeweitet. Statt wie bisher an 27 Schulen werde ab dem neuen Schuljahr an 38 Einrichtungen das Fach unterrichtet, sagte der hessische Kultusminister Alexander Lorz (CDU) in Wiesbaden. Der Unterricht habe „alle Zutaten für eine Erfolgsgeschichte“. Es sei aber eine große Herausforderung, genügend muslimische Lehrkräfte zu qualifizieren, die das Fach unterrichten könnten.

Der bekenntnisorientierte Islam-Unterricht war Anfang vergangenen Schuljahres mit zunächst 440 Jungen und Mädchen gestartet worden. Partner des Landes sind zwei muslimische Religionsgemeinschaften, die türkische Ditib und die Ahmadiyya Muslim Jamaat. Wie Lorz sagte, steigt die Zahl der Schüler nun auf 1.180. Das Fach werde sehr gut angenommen, gegen den Unterricht gebe es keine Vorbehalte mehr.

Die frühere schwarz-gelbe Landesregierung hatte den Islam-Unterricht eingeführt. Vor allem aufseiten der CDU gab es bis zuletzt erhebliche Vorbehalte. Es war befürchtet worden, dass an hessischen Schulen die dem türkischen Staat nahestehende Ditib Einfluss gewinnen könnte. Kirchenpräsident Jung würdigte den neuen islamischen Religionsunterricht. Beim Tag des Dialoges 2013 hatte die EKHN die Notwendigkeit eines islamischen Religionsunterrichtes in konfessioneller und kultureller Vielfalt unterstrichen. 

Zum Artikel: Kirchenpräsident Dr. Volker Jung würdigt den neuen islamischen Religionsunterricht

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