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Diakonie

Migrationsberatung vor der Einreise erleichtert Integration

© Diakonie/Thomas MeyerMaria Loheide, Vorständin Sozialpolitik der Diakonie Deutschland, betont die Bedeutung einer Migrationsberatung vor der Einreise für den Erfolg der Zuwanderung. „Die frühzeitige Unterstützung kann nicht nur den Prozess des Ankommens in Deutschland beschleunigen, sondern auch eine nachhaltige Integration erleichtern.“

Potentielle Arbeits- und Fachkräfte aus dem Ausland bereits in ihrem Heimatland auf das Leben in Deutschland vorzubereiten – das ist die Idee des Pilotprojektes "Vorintegration" der Diakonie Deutschland. Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze und die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Staatsministerin Reem Alabali-Radovan, besuchten das Projekt in Kooperation mit dem Goethe-Institut im marokkanischen Rabat.

Zielgruppe sind zuwanderungsinteressierte, insbesondere internationale Fachkräfte und angehende Fach- und Arbeitskräfte. Maria Loheide, Vorständin Sozialpolitik der Diakonie Deutschland, betont die Bedeutung einer Migrationsberatung vor der Einreise für den Erfolg der Zuwanderung. "Wesentlich ist, dass die Migrationssozialarbeit bereits im Heimatland beginnt. Diese frühzeitige Unterstützung kann nicht nur den Prozess des Ankommens in Deutschland beschleunigen, sondern auch eine nachhaltige Integration erleichtern. Solche Maßnahmen verbessern die Chancen zur gesellschaftlichen Integration und gesellschaftlichen Teilhabe. Sie fördern damit den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Deutschland."

Weitere Informationen
Das Pilotprojekt "Vorintegration" richtet sich an Menschen, die aus familiären Gründen, als Fachkräfte oder angehende Fach- und Arbeitskräfte auch Nicht-EU-Staaten, nach Deutschland zuwandern möchten. Die Angebote umfassen neben der Beratung im Visumverfahren, die Vorbereitung der Integration in die Gesellschaft und den Arbeitsmarkt, Hilfe bei der Anerkennung beruflicher Qualifikationen sowie den Schutz vor unseriösen Angeboten und Arbeitsausbeutung.

Das von der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration geförderte Projekt der Diakonie Deutschland zur Optimierung der Vorintegration und des Übergangsmanagements dient der Weiterentwicklung der Vorintegrationsangebote und Vernetzung der Vorintegrationsangeboten mit den Integrationsstrukturen in Deutschland. In Kooperation mit dem über den Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) geförderten Angebot der Diakonie "Vorbereitet und erfolgreich nach Deutschland" wird in bisher zwölf Ländern Migrationsberatung vor der Einreise angeboten (Albanien, Armenien, Äthiopien, Bosnien-Herzegowina, Georgien Kosovo, Nordmazedonien, Russland, Serbien, Türkei, Ukraine, Nigeria). Diese Angebote werden in enger Kooperation mit dem Goethe-Institut durchgeführt. Das Goethe-Institut unterstützt Zuwanderungsinteressierte beim Erlernen der deutschen Sprache und vermittelt landeskundliche Informationen, um das Ankommen in Deutschland zu erleichtern. Außerdem bereitet das Goethe-Institut Zuwandernde im Rahmen des AMIF-geförderten Projekts "Vorintegration und Übergangsmanagement. Den Übergang erfolgreich gestalten" gezielt in 61 Ländern auf das Alltags- und Arbeitsleben in Deutschland vor.

Das Angebot der individuellen Migrationsberatung vor der Einreise der Diakonie wird nun zusammen mit dem Goethe-Institut auch in Marokko angeboten.

Internationale Migrationssozialarbeit (IMSA) - Vorintegration und Übergangsmanagement - Diakonie Deutschland www.legal-migration.de

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