United4Rescue
„Wir schauen nicht weg. Wir schicken ein Suchflugzeug!“
Guillaume Duez
24.03.2025
bj
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Partnerorganisation des Projekts im Atlantik ist die Schweizer Humanitarian Pilots Initiative (HPI), deren erfahrene Pilot:innen seit Jahren in humanitären Krisen weltweit intervenieren. Im Mittelmeer ist neben HPI auch Sea-Watch e.V. dabei.
„Tagtäglich sterben Menschen auf der Flucht nach Europa. Viele von ihnen ertrinken ungesehen. Daher schicken wir jetzt ein Aufklärungsflugzeug! Aus der Luft können Flüchtlingsboote viel schneller gefunden werden, um rechtzeitig Rettung zu schicken“, sagt Sandra Bils, Pastorin und Vorstandsmitglied von United4Rescue.
„Unser Bündnisflugzeug wird die Luftaufklärung über dem Mittelmeer verstärken. Der Flieger wird aber auch Suchflüge auf der Atlantikroute, von Westafrika Richtung Kanarische Inseln, durchführen. Die Flüchtlingszahlen auf dieser Route steigen seit Monaten stark an. Niemand weiß jedoch, wie viele Boote dort verloren gehen. Die flüchtenden Menschen verschwinden spurlos im Atlantik, weil niemand nach ihnen Ausschau hält und Hilfe ruft. Das wollen wir ändern.“ Das neue Flugzeug werde hier eine enorm wichtige, lebensrettende Pionieraufgabe leisten, so Bils.
Der Kauf des Suchflugzeugs wird allein durch Spenden finanziert. Derzeit fehlen noch 170.000 Euro für das Flugzeug. Sandra Bils: „Wir hoffen sehr auf breite Unterstützung und viele Spenden, um unser Bündnisflugzeug in den Einsatz zu bringen und Menschenleben zu retten. Bis Ostern wollen wir versuchen, unser Spendenziel zu erreichen.“ Zugleich betonte sie: „Suchflugzeuge und Rettungsschiffe ersetzen keine politische Lösung. Es braucht endlich wieder eine staatliche Seenotrettung und legale Fluchtwege für Schutzbedürftige.“
Die Überfahrt der Flüchtlingsboote von Westafrika zu den Kanaren dauert bis zu zwei Wochen und ist extrem riskant. Laut der Internationalen Organisation für Migration (IOM) sind 2024 mindestens 1.142 Menschen auf dieser Route gestorben. Die Dunkelziffer dürfte ein Vielfaches höher sein.
Die zweimotorige Seabird 3 ist ein besonders leichtes, effizientes Propellerflugzeug mit langer Flugdauer. Mit knapp 175 km/h ist sie in der Lage, besonders langsam zu fliegen, was für Suchflüge nützlich ist. Über dem Mittelmeer sind bereits zwei weitere Aufklärungsflugzeuge von HPI im Einsatz. Gemeinsam mit Sea-Watch dokumentieren die ehrenamtlichen Pilot:innen dort Menschenrechtsverletzungen und alarmieren Rettungskräfte. Mit der Seabird 3 kommt nun erstmals ein Bündnisflugzeug von United4Rescue hinzu – finanziert und unterstützt durch tausende Menschen und knapp 1.000 Organisationen, die sich für die zivile Seenotrettung engagieren.
Mehr Informationen zum Flugzeug
Terminübersicht EKD-weite Kollekte für United4Rescue
01.01.2025 | Evangelische Landeskirche Anhalts |
01.01.2025 | Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens |
23.02.2025 | Evangelisch-Lutherische Landeskirche Schaumburg-Lippe |
09.03.2025 | Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz |
09.03.2025 | Evangelisch-Lutherische Kirche in Oldenburg |
06.04.2025 | Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers |
17.04.2025 | Evangelische Kirche in Mitteldeutschland |
18.04.2025 | Evangelisch-lutherische Landeskirche in Braunschweig |
11.05.2025 | Evangelische Landeskirche in Württemberg |
22.06.2025 | Evangelische Landeskirche in Baden |
29.06.2025 | Evangelische Kirche im Rheinland |
20.07.2025 | Evangelisch-reformierte Kirche |
27.07.2025 | Bremische Evangelische Kirche |
27.07.2025 | Evangelische Kirche in Hessen und Nassau |
03.08.2025 | Evangelische Kirche der Pfalz |
24.08.2025 | Lippische Landeskirche |
14.09.2025 | Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck |
21.09.2025 | Evangelische Kirche von Westfalen |
21.09.2025 | Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern |
02.11.2025 | Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland |
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