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Mutmacher

Mit Video: Mutmacher hilft über Facebook-Gruppe

evTvPortrait währen InterviewMike Östreicher organisiert die wöchentliche Obdachlosen-Speisung auf dem Europaplatz in Darmstadt.

Mit Facebook hält man Kontakt zu alten Freunden, schaut sich die neusten Food-Trends an und lacht ab und zu mal über das neuste Katzenvideo. Aber Facebook kann nicht nur Entertainment sein. Das beweist die Gruppe „Obdachlosen helfen Darmstadt”.

In dieser Facebook-Gruppe wird eine wöchentliche Obdachlosen-Speisung auf dem Europaplatz in Darmstadt organisiert. Jeden Sonntag gibt es da für bedürftige Menschen etwas warmes zu Essen, Kleidung und ein paar nette Worte. Rund 50-80 Leute kommen jede Woche - mal mehr und mal weniger.

Von alten Konservendosen zum wöchentlichen Helfer

Einer der Organisatoren ist Mike Östreicher, unser Mutmacher. Mike schaut, dass auf dem Platz alles glatt läuft und sorgt für Ruhe, wenn es mal ein bisschen lauter wird. Er hatte damals zu Hause haltbare Konservendosen aussortiert und wollte sie nicht wegwerfen. Auf der Suche nach einer guten Verwendung, wurde er auf die Gruppe in Facebook aufmerksam. Seit dem ist er jeden Sonntag vor Ort, hört den Menschen zu und hilft, wo er kann.

Dankbar über zwei Dosen Fisch

Die Arbeit ist aber nicht immer einfach. Manchmal gibt es Schlägereien auf dem Platz oder Leute beschweren sich, weil ihr Lieblingsessen heute nicht dabei war. Aber Mike sagt, man darf einfach nicht mit Dankbarkeit rechnen, wenn man dort mitmacht. Manchmal kommt dann aber doch etwas von den Bedürftigen zurück. Eines von Mikes Highlights ist zum Beispiel die Dankbarkeit eines Mannes, der von Mike zwei Dosen mit eingelegtem Fisch in Tomatensoße geschenkt bekommen hat. Seinem absoluten Lieblingsessen.

„Alle hier sind Gäste”

Mike und seine Kollegen freuen sich über jeden Helfer, der vorbei kommt und etwas mitbringt. Und es sei es ein Topf Suppe oder ein selbstgebackener Kuchen. Die Bedürftigen, die zum Essen kommen nennt Mike ganz liebevoll seine „Gäste”. Er sagt: das sind nicht Obdachlose oder Bedürftige. Man sollte die Leute als Menschen respektieren und auch so wahrnehmen. Und deswegen nennt er die Gäste dort „Gäste”.

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