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Redaktionsteam

Zum Redaktionsteam von www.menschen-wie-wir.de gehören: 

  • Frank Appel, Abteilung Flucht, Interkulturelle Arbeit, Migration der Diakonie Hessen
  • Yvonne Burger, Pressereferentin der Diakonie Hessen
  • Britta Jagusch, Journalistin im Medienhaus der EKHN
  • Anna Schelwis, Beauftragte für Flucht und Migration der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck

Unser Team hat Verstärkung bekommen. Wir freuen uns über die Mitarbeit von Wael Deeb, Faten Jamal und Samer al Mhethawi.

Faten Jamal

Faten Jamal kommt aus dem Jemen. Die 24-Jährige arbeitete als Moderatorin und Programmsprecherin bei einem jemenitischen Radiosender. Als Reporterin reiste sie nach Argentinien, um über die Olympischen Jugend-Sommerspiele zu berichten, die im Oktober 2018 in Buenos Aires stattfanden. Faten Jamal, die selbst in der Jugendnationalmannschaft ihres Heimatlandes Handball spielt, kehrte von Argentien nicht in den Jemen zurück, sondern beantragte in Deutschland Asyl. Im Jemen wurde die Journalistin aufgrund ihrer Radiobeiträge von militanten Gruppen bedroht und floh vor dem Krieg in ihrem Heimatland. In Deutschland möchte Faten Jamal als freie Journalistin arbeiten. Sie lernt zurzeit Deutsch und spielt Handball in Nordhessen.

Samer al Mhethawi

Wie ich nach Göttingen kam, um Mediengestalter zu werden?

2014 bin ich aus meiner Heimat geflohen, mit Ausweis und dem, was man tragen konnte.

Damals wohnte ich mit meiner Familie in Swaida im Süden Syriens, „Ich wollte auf keinen Fall zum Militär“, so habe ich mich entschieden. Mit 22 Jahren wäre ich eingezogen worden und hätte in den Krieg ziehen müssen, einen Bürgerkrieg im eigenen Land. Ich war Student und habe mein Ökonomiestudium abgebrochen und alles dort gelassen und hoffte, schon bald wieder zurückkommen zu können.

In Deutschland habe ich mittlerweile schon mehrere Sprachkurse besucht, bei Amazon gearbeitet, mich ans Wetter und vor allem die total unterschiedliche Kultur gewöhnt.

2019 habe ich meine Ausbildung zum Mediengestalter für Bild und Ton an der Universität Göttingen angefangen.

Ein Film über den Krieg in Syrien drehen und damit aufklären, was in meinem Land wirklich passiert – das ist mein Traum. Was allerdings nach 2022 kommt, weiß ich noch nicht. Dann will ich aber auf alle Fälle meinen Abschluss in der Tasche haben und mal sehen was danach kommt.

Wael Deeb

Wael Deeb ist syrischer Journalist. Vier Jahre studierte er in Damaskus Journalismus und arbeitete anschließend acht Jahre in seinem Beruf. Er berichtete über gemeinsame Hilfsprojekte der Orthodoxen Kirche in Syrien und ihrer Partnerorganisationen. Im Mai 2014 floh er aus Syrien. Als Journalist war er unmittelbar von der fehlenden Presse- und Meinungsfreihei betoffen. Die Bedrohung durch die Geheimpolizei war ständig fühlbar, eine freie Berichterstattung nicht möglich, jedes Wort musste genau bedacht werden. Zudem sollte Wael Deeb in die syrische Armee eingezogen werden. Doch der 34-Jährige wollte keine Waffe in die Hand nehmen und Menschen töten. Wael Deeb wünscht sich ein ein Leben in Frieden. Vor kurzem hat er das C1 Sprachniveau auf Deutsch absolviert. Seine sprachlichen Fähigkeiten hatten ihm bereits ein Praktikum bei einer kleinen Tageszeitung in der Wetterau und ein Praktikum bei der Multimedia-Redaktion der EKHN ermöglicht. Wael Deeb hat einen Traum. Er möchte als Journalist in Deutschland arbeiten und setzt sich für einen erfolgreichen Start im Berufsleben ein.

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Die Beiträge aus unserer multikulturellen Redaktion bieten einen besonderen Blick auf Flucht und Migration. Sie wirken durch ihre sprachliche Dichte und ihre ganz eigene Perspektive. Wir stellen die Texte in unserer Rubrik Blickwechsel vor.

blickwechsel - lǝsɥɔǝʍʞɔılq

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