EKHN schließt sich ökumenischer Initiative an
Ihren Ausgangspunkt hatte die Initiative, die gemeinsam von Evangelischer und Katholischer Kirche entwickelt wurde, in Sachsen. Nach einem Jahr mit wichtigen Europa-, Kommunal- und Landtagswahlen, bei denen die Frage nach dem Wert der Demokratie ein zentrales Thema war, wird die Kampagne zur Bundestagswahl bundesweit ausgerollt. Die EKHN und zahlreiche weitere Landeskirchen, Bistümer und kirchliche Partner haben angekündigt, sich der Initiative anzuschließen.Achtung: Fristen vor allem für Briefwähler:innen deutlich verkürzt
Bei der kommenden Wahl geht es aber auch um ganz praktische Fragen, da es sich um vorgezogene Neuwahlen handelt. Dadurch sind die Vorbereitungszeit und auch einige Fristen verkürzt. Das betrifft beispielsweise das Beantragen von Briefwahlunterlagen und für Anträge auf Eintragung ins Wählerverzeichnis bei dauerhaft im Ausland lebenden Wahlberechtigten. Sobald der Wahltermin bekannt ist – also bereits jetzt - können die Briefwahlunterlagen bei der Gemeinde des Hauptwohnortes beantragt werden. Der späteste Zeitpunkt für die Beantragung ist am Freitag vor der Wahl um 15:00 Uhr – ein Ausnahmefall wäre eine plötzliche Erkrankung. Der Wahlbrief muss spätestens am Wahlsonntag um 18:00 Uhr bei der zuständigen Stelle vorliegen.Aufgrund der knappen Zeit mahnen Landeswahlleiter inzwischen Briefwählerinnen und Briefwähler nach Erhalt der Unterlagen zur Eile. Einige empfehlen, den Gang zum Wahllokal – wenn das möglich ist.
Grundfragen der Menschlichkeit
Den Wahltag hat auch Thorsten Latzel im Kopf. Er ist Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland und hatte zuvor die Evangelische Akademie in der EKHN geleitet. In einem Blogbeitrag schreibt er: „Es geht bei der Wahl nicht nur um Parteiprogramme und Spitzenkandidat/innen, sondern immer auch um Grundfragen der Menschlichkeit. Wir wählen Werte.“„Wir wählen Werte.“
Thorsten Latzel, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland
Und genau diese Werte hebt die Kampagne in den Mittelpunkt: Menschenwürde: Alle Menschen sind zu jedem Zeitpunkt ihres Lebens und in aller Individualität mit derselben Würde ausgestattet.- Nächstenliebe: Im gesellschaftlichen Miteinander braucht es den Blick füreinander und den Mut, sich dem Anderen zuzuwenden.
- Zusammenhalt: Menschen brauchen Verbundenheit mit anderen. Deshalb wird ermutigt, auf das Verbindende zuschauen. Denn: Uns verbindet als Menschen immer mehr als uns trennt.