In 14 Kurzgeschichten verarbeitet der syrische Journalist und Autor Wael Deeb auf poetische und eindrückliche Weise seine Erlebnisse in Syrien und Deutschland. Mit seinen Geschichten zeichnet er Bilder in den Kopf, schreibt zwischen zwei Sprachen, nimmt Worte und Begriffe unter die Lupe, um die richtigen zu finden, wägt und schmeckt sie gegeneinander ab, und entscheidet sich am Ende auch mal gegen alle Grammatik.
Eindringlich legt er den Finger in die Wunde der Integration während sein Sprachschiff kontinuierlich hin und her zwischen fremden und vertrauten Ufern steuert, ohne irgendwo auszusteigen. Geschichten, die berühren, manchmal verwirren und doch wieder einfangen. Ein sehr persönlicher Blick auf das Verlassen von Heimat, auf das Ankommen in Deutschland und auf die Frage, ob es wirklich eine gute Idee war, die weltweit vielleicht bedeutendste kulturelle Errungenschaft unbedingter Gastfreundschaft durch „Integration“ zu ersetzen.
Das mit intensiven Bildern der syrischen Künstler Khaled Hussein und Ghazwan Assaf ansprechend gestaltete Buch wird ergänzt durch Absätze in arabischen Schriftzeichen.